Der Gesang der Flusskrebse [Delia Owens]

Roman von Delia Owens
Piper-Verlag

Ich habe dieses Buch unterschätzt und ich glaube, das geht vielen so. Das Cover verspricht leider einen hoch literarischen Roman mit viel Blabla und Flusskrebsen. Gähn. Dann habe ich den Film gesehen, das Buch anschließend doch gelesen und bin begeistert.

Ja, es ist auch literarisch, erzählt aber eine wunderschöne und spannende Kriminalgeschichte. Die Leiche des stadtbekannten Quarterback Chase Andrews wird in den Sümpfen des Marschlandes von North Carolina gefunden. Kya, von allen nur das Marschmädchen genannt, die zurückgezogen in der Natur lebt, wird verdächtigt, ihn umgebracht zu haben, nachdem er die Liebesbeziehung zu ihr beendet hat.

Die Geschichte von Kya wird in Rückblenden erzählt. Man erfährt, dass sie als Kind von ihrer Familie verlassen wurde, liest von ihrer unglaublichen Liebe zur Natur und zu Tate, dem Sohn des Krabbenfischers, der sie eines Tages verlässt, um in der Stadt zu studieren. Man erfährt, wie sie eine bekannte Illustratorin in einem Verlag wird und sich später in Chase Andrews verliebt. Für all das findet Delia Owens wunderschöne Worte und bildhafte Beschreibungen. Ich habe mich in dem Roman extrem wohl gefühlt und war traurig, als ich ihn ausgelesen hatte. Und obwohl es so schön, so herzzerreißend, ja, auch so spannend ist, ist es vor allem eines: diskutierbar. Das Ende ist psychologisch extrem tiefgründig, ich habe sowas wirklich selten gelesen und glaube, dass die Meinungen dazu sehr auseinander gehen. Ich lieb’s arg.

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