Die Liebe zum Wort –Geschreibsel einer Büchersüchtigen

 

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Mir wurde vorgelesen,seit ich denken kann. Schon früh kam ich mit großer Weltliteratur, wie Ken Follett in Berührung. Damals war ich vielleicht 4 Monate alt.

Ich liebte es, wenn mein Papa mir Geschichten vorlas, ich konnte stundenlang zuhören und hatte schon immer den Drang, selbst zu verstehen und mir die Worte vorzulesen. Nach und nach begann ich zu fragen, mir Gedanken zu machen und meine Eltern zu löchern, damit sie mir die Buchstaben erklärten.

Mit knapp fünf Jahren las ich meine ersten Bücher – Astrid Lindgren. Nach und nach folgten immer mehr Bücher und als ich zur Schule kam, schenkte mir meine Uroma „Tintenherz“ zum Geburtstag. Und ab da war es um mich geschehen. Ich saugte die Geschichte von Meggie und ihrem Papa Mo gerade zu auf. Verfolgte gespannt, wie sie die Figuren aus Büchern lebendig werden ließen. Ich las die Geschichte nicht nur, nein, ich lebte sie.

Ich wurde zu Meggie, hatte immer ein Buch dabei, stapelte die Bücher an jedem möglichen und unmöglichen Ort, ich schlief nie ohne ein Buch unter dem Kopfkissen und fand Salamis als Lesezeichen einfach nur schrecklich.

Auf dieses Buch folgten viele weitere. Ich möchte in ein altes Kino nach Venedig – den Herrn der Diebe besuchen. Ich möchte auf Islandpferden reiten, wie Nonni und Manni. Ich möchte mit Hedwig Kümmelsaft auf Gespensterjagd. Ich warte sehnsüchtig auf meine Eule nach Hogwarts.

Bücher sind so viel mehr als nur das geschriebene Wort. Durch sie kann man reisen, lernen und Freunde finden. Man lebt nicht ein Leben, sondern das hunderter Charaktere, die den Leser zu dem machen, was er ist. Man leidet mit ihnen, man liebt mit ihnen, man lebt mit ihnen.

Und jetzt habe ich meine Leidenschaft zu einem meiner größten Hobbys gemacht. Ich schreibe für mit und über Autoren, Bücher und das Lesen. Ich versuche in jedem Buch das Besondere zu sehen, ich versuche die Bücher zu sehen, so wie mein Meggie – Ich sie sehen würde.

Letztens wurde ich gefragt, ob ich denn jetzt wo ich mein Hobby mehr oder weniger „professionell“ betreibe, denn immer noch das einzelne Buch schätzen würde, jetzt, wo mich Verlage anschreiben und Leute mir ihre Bücher teilweise quasi „hinterherwerfen“. Meine Antwort lautet ja!

Ich bin Meggie, ich bin das Buch. Ich kuschel mit meinen Büchern, kann nicht einschlafen ohne ein paar Sätze gelesen zu haben und verliere mich in den Büchern, genau wie vor 10 Jahren.

Ich versuche, nicht nur eine Geschichte zu sehen, sondern das Gesamtwerk – den Autoren, seine Geschichte und die Geschichte der Geschichte.

Bücher sind einfach Freunde, Erinnerungen und ein großer Teil meines Lebens.

Ich liebe das Lesen!

 

 

2 Kommentare

  1. Das erinnert mich an meine Kindheit und Jugend. Ich bin zu dieser Zeit in meinen Büchern versunken. Die schönsten Tage waren für mich die Tage, an den ich in unsere kleine Bibliothek gehen und dort stundenlang rumstöbern konnte. Meine Oma hat mir auch einige Bücher geschenkt, zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Die habe ich noch alle und hüte sie wie meinen Augapfel.

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  2. Das hat mich jetzt sehr berührt in meiner Schreib-Seele. Wie schön, dass du schon vom Elternhaus her so viel Anregung fürs Lesen bekommen und auch die Liebe zu Büchern vermittelt bekommen hast. Auch, wenn ich erst mit 7 Jahren schreiben und lesen gelernt habe, gibt es doch viele Berührungspunkte. So ähnlich war es in meiner Kindheit auch. Durch Vorlesen in Schulen versuche ich daher, bei Kindern, die nicht dieses Glück hatten, die Lust aufs Lesen zu wecken.

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