„Flugangst 7a“ (Rezension)

51YnCbniQUL._SX324_BO1,204,203,200_.jpgSpannend, mitreißend, Fitzek!

 

Autor: Sebastian Fitzek

 

Preis: 22,99€

 

Verlag: Droemer Knaur

 

Seiten: 400

 

 

Inhalt

Es gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.

Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben …

Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs.

Meinung

Endlich, endlich mal wieder ein guter Fitzek. Nach diversen „Ausflügen“ in eher lahmere Geschichten ist der Sebastian endlich wieder auf der Höhe seiner Schreibkarriere. Meine Erwartungen an sein neues Buch waren hoch, sehr hoch, „Therapie“ – würdig sollte es werden …

Freut euch auf eine nahezu perfekt geplottete Handlung, welche wirklich kaum Fragen offenlässt und bis zur letzten Sekunde auf dem höchsten Level der Spannung arbeitet. Wir haben diesmal nicht nur einen Handlungsstrang, sondern viele Subplots, auf denen die Geschichte erzählt wird. So befinden wir uns abwechselnd tausende Meter über dem Boden in einer Airline und dann wieder auf dem sicheren Boden Berlins. Fitzek scheibt Subplots noch und nöcher, leider muss ich sagen, dass eben diese leider zum Ende hin doch recht verwirrend wurden oder einfach zu…nichts…wurden, weil sie sich nicht aufgelöst haben.

Die Charaktere waren…schräg. Also mit Nele, unserer entführten Protagonistin bin ich leider gar nicht wirklich warm geworden und teilweise hat sie echt unrealistisch und dumm gehandelt.  Dafür fand ich Mats cool. Mats, der Vater von Nele, welcher sich während der Geschichte irgendwo zwischen Buenos Aires und Berlin befindet ist Psychologe. Er ist Dreh- und Angelpunkt unserer Geschichte und man lernt viele verschiedenen Facetten von ihm kennen. So leidet er unter einer absoluten Flugphobie und mietet einfach gleich mal mehrere Plätze im Flieger, um je nachdem in welcher Phase des Fluges er sich befindet, mal eben den Platz zu wechseln – super amüsant! Er ist wirklich ein ausgereifter Charakter, der sich entwickelt und vor allem nochmal eine verdammte Spannung erzeugt.

Ich habe das Buch in weniger als 24h durchgesuchtet, weil Fitzek einfach in jedem einzelnen Kapitel mit einem Cliffhanger endet! (das nehme ich ihm übrigens sehr übel, denn dadurch wurde die Nacht kurz…) Er baut einfach eine enorme Spannung auf, welche sich bis zum Ende des Buches durchzieht und mich einfach fertiggemacht hat.

Ich bin mir noch unentschlossen, ob ich das Ende mag, denn wen ich diesmal wirklich mehr als nur verstörend fand, war der Täter. Oder besser: die Beweggründe des Täters. Ich weiß ja nicht, was Fitzek sich dabei gedacht hat, aber SPOILER!!!!!! Ich will deine Milch…ernsthaft?! Das sind seine Beweggründe? Er ist Vegetarier und will…Naja, egal. SPOILER ENDE Vielleicht sind da einfach ein paar Leitungen zu viel durchgeknallt.

Alles in allem kann ich aber definitiv sagen, dass dieses Buch mal wieder echt genial ist und ich die Geschichte, trotz einiger Kritikpunkte, sehr genossen habe und 4/5 Sterne vergebe.

3 Kommentare

  1. Schon beim Lesen deines Beitrags bekam ich Herzklopfen und Magendrücken. Und ich habe ihn gründlich gelesen, mit googeln. Wenn am Ende dann noch ein unbefriedigendes (verdorbenes) Ergebnis raus kommt, weiß ich nicht, ob ich das ertragen könnte, auch wenn es „nur“ eine ausgedachte Geschichte ist.

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