Höllenblut [Rezension]

Preis: 10,99€ (TB), 0,99€ (kindle)

Verlag: Selfpublish

Seiten: 292

Inhalt

Du wolltest Party mit deinen Freunden, grenzenloses Vergnügen, die Zeit deines Lebens. Stattdessen stirbt ein junges Mädchen. Und du bist der Mörder.

Problemlöser David Gross soll einen verschwundenen Lehrer finden, der verzweifelt und voller Selbstmordgedanken ist. Je näher David der Wahrheit kommt, desto klarer wird: Es ist ein Leben in Gefahr. Sein eigenes!

„Höllenblut“ ist Band 3 der neuen Thriller-Serie HARD-SEQUENCES. Jedes Buch ist in sich abgeschlossen.

Meinung

Ein Thriller, der seinem Namen alle Ehre macht, gnadenlos aufs Tempo drückt, konstant anbietet und dem Leser keine Pause gönnt.
Krist schreibt Charaktere mit so viel Biss und Authentizität, dass es nicht mal verwundert, wenn sie einem in Berlin über den Weg laufen.


Typischerweise wird auch in „Hard-Sequences – Höllenblut“ wieder multiperspektivisch mit drei Handlungsebenen gearbeitet.
Reporter Sackowitz und Problemlöser David Gross, dessen Vergangenheit ihn auch in diesem Roman wieder einholt, finden ebenso ihren Platz wie vier verrückt-abgedrehte Teenager auf dem Weg in ihren letzten gemeinsamen Urlaub und Cafébetreiberin Paulina.
Hier und da hätte man in ebendieser Perspektive etwas mehr ins Detail gehen dürfen. Es ist zugegebenermaßen nicht der komplexeste Thriller vom Autor, doch am Ende geht das Spannungskonstrukt auch genau dadurch auf, dass nicht alles erklärt, man als Leser gefordert wird.


Hervorzuheben ist das humoristische Spiel mit aktiver Handlung und Songlyrics. Fast nebenher gelingt eine dichte, emotionale Verknüpfung, die der Autor aufgreift und seine Figuren mitsamt ahnungslosem Leser ins offene Messer – oder hier: Den Wahnsinn – laufen lässt.


Und was für ein Wahnsinn – Hölle, Hölle, Hölle! – und er hält bis zum Ende. Hier beweist Krist: Action und hollywoodreifer Showdown waren gestern. Er setzt vor allem auf zwischenmenschlichen und damit tiefgehenden Twist, der jedoch nicht minder spannend ist.
Man sollte sich von den wenigen Seiten nicht irritieren lassen. Denn was vermeintlich kurzweilig erscheint, erzählt zwischen den Zeilen mehr, als mancher Romanschinken. Klare Leseempfehlung!

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