Der erste letzte Tag (Sebastian Fitzek)

Roman, Droemer Knaur
12,99 € (ebook), 16,99 € (Print)

Ich habe dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist dadurch nicht beeinflusst.

Satz mit X.
Livius Reimer, auf dem Weg von München nach Berlin, um seine Beziehung zu retten, muss am Flughafen spontan auf den letzten Mietwagen ausweichen. Dummerweise hatte auch Lea – schräg, wild, nervig – diesen Gedanken, weshalb die beiden kurzfristig zusammen reisen. Allerhand Erlebnisse und Gedanken nehmen so während der Fahrt plötzlich ihren Lauf …

So gern ich den neuen Fitzek gemocht hätte – dem ist nicht so. Der Roman, ausdrücklich kein Thriller, (was auch bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit im Buch betont wird) ist weder lustig, noch philosophisch oder tiefgründig. Es hätte ein amüsanter, kurzweiliger Roadtrip mit ein paar neuen Gedankenanstößen werden können. Hätte. Wären da nicht die fürchterlich klischeebeladenen Figuren, die betont jugendliche Erzählweise und die ätzenden Schenkelklopfer. Bevorzugt seitenlang schreibt er nämlich über das Pinkel-Verhalten seines Protagonisten und dessen Bemühungen, endlich wieder “cool” zu werden. Leas überdrehtes Getue ist dabei keine große Hilfe. Da konnte auch ein kurzer Plottwist in der Mitte nichts mehr retten oder erklären. Wer einen Fitzek im Stil seiner Lesungen – gewitzte Anekdoten, intelligenter Humor – erwartet, wird mehr als enttäuscht. Das Buch liest sich wie richtig mieser Kindergeburtstag, creepy Clown inklusive. Oder um’s noch jugendlicher auszudrücken: akkurater Cringe.

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