Lvstprinzip [Theresa Lachner]

Biografie von Theresa Lachner
14,99€ (Ebook), 20,00€ (Hardcover)

Inhalt

Zu laut, zu freizügig, zu nachdenklich, zu dick, zu dünn, zu erfolgreich, zu selbstkritisch, zu viele Gefühle auf einmal – irgendwie sind wir immer entweder „zu“ oder „nicht genug“. Aber wie fühlt man sich eigentlich richtig? Theresa Lachner hat lange relativiert, meditiert und nach Lösungen recherchiert. Aber irgendwann hat‘s ihr gereicht. Sie hat ihre Wut genommen und darüber geschrieben: über ihren Weg zur erfolgreichsten deutschen Sexbloggerin und den Kampf gegen altbackene Vorstellungen. Lachner erzählt von Bondageworkshops und weiblicher Ejakulation, Tantraseminaren, Playpartys und Pornodrehs. Und davon, wie sie als Digitalnomadin siebeneinhalb Mal um die Welt geflogen ist und dabei unter jedem Stein nach einem Zuhause gesucht und es schließlich gefunden hat – in sich selbst.

Meinung

Das Schreiben ihrer (sexuellen) Biografie bezeichnet die Autorin selbst im Vorwort als „stellenweise schmerzhaften, skurrilen, gleichzeitig aber auch ziemlich submersiven Prozess.“ Ich finde, das fasst es gut zusammen.

Ich mochte die Biografie, die Anekdoten, aber auch die ernsteren Themen – toxische Beziehung, Selbstfindung, die Suche nach Bestätigung; auch, wenn es hier und da den Hang zu etwas zu gewollt lustiger Selbstironie und verkrampftem Sarkasmus hat. Ein bisschen weniger Denglisch hätte dem Buch gut getan, so hatte der Schreibstil leider was von der, im Buch angeführten, angetrunkenen Teenagerschwester.
Ich will nicht sagen, ich bin weiter als die Frau im Buch, aber ihre Themen sind einfach nicht (mehr/ vielleicht auch: noch nicht?) meine. Dadurch konnte ich wenige Neues mitnehmen und bleibe lieber bei ihrem Podcast und Blog. Trotzdem hat es durchaus Unterhaltungswert und spricht wichtige Themen mit dem nötigen Ernst an. Mit 16 hätt‘ ich’s sicher geliebt.

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