Mordskalt [Martin Krist]

Thriller von Marin Krist
Self-Publishing, 0,99€ (ebook), 16,99€ (Taschenbuch)
Rezensionsexemplar

Inhalt

RAFFINIERT. GRAUSAM. SPANNEND.

Zwei kleine Kinder, ausgerissen von zu Hause, verirren sich im winterlichen Berlin und geraten an die falschen Freunde.
Unterdessen hat Anna als erfolgreiche Geschäftsfrau nur wenig Zeit für die Familie. Bis ihr zehnjähriger Sohn Manuel spurlos verschwindet.
In einem Nobelhotel wird Kommissar Kalkbrenner zu einem Mordfall gerufen. Die Ermittlungen konfrontieren ihn mit den menschlichen Abgründen. Und die Uhr tickt …

Der dritte Fall für Kommissar Kalkbrenner.

Meinung

Die bisherigen Thriller von Martin Krist sind krass? Haltet euch fest, mit „Mordskalt“, der Neuauflage des dritten Kommissar Kalkbrenner-Romanes (ehemals: „Trieb“), setzt er noch einen drauf und gewährt Einblick in eines der dreckigsten Geschäfte überhaupt – das Geschäft mit Kindern, kleinen Jungen.
„Nach wahren Begebenheiten“, so steht es auf dem Klappentext, bewegt der Autor sich gemeinsam mit seinen Figuren durch die Hauptstadt. Da sind zum einen die altbekannten Charaktere – Kalkbrenner, der zunächst nur im Mord eines erfolgreichen Unternehmers ermittelt; und Reporter Sackowitz, der bei seinen Recherchen auf immer gefährlichere Abgründe stößt. Zum anderen sind da die Kinder, die Krist so liebevoll, so einfühlsam und dann so gebrochen beschreibt. Er schreibt über versprochene Playstations, Musikalben und schließlich Missbrauch. Dabei bewertet er nicht, sondern lässt die Leser:innen selbst urteilen, deckt umfangreich recherchierte Einflüsse aus Familie, Politik und Gesellschaft auf, wird dabei jedoch niemals zu explizit.
Kaum ein Thriller des Autors hat mich bisher so angewidert und zugleich so sehr in seinen Bann gezogen. Trotz seiner Länge wird kein Wort zu viel verloren, die Twists und immer neuen Erkenntnisse der Ermittler in allen Ecken der Hauptstadt sorgen für zusätzliche Spannung und durch die zahlreichen Handlungsebenen und Motive der Figuren wird man nahezu gezwungen, aufmerksam dabeizubleiben. Ob man dabei immer alles wahrhaben möchte? -Nein. Ob man sich genau deshalb damit auseinandersetzen sollte? – Definitiv. Diesen Thriller muss man gelesen haben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.